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ANALGETIKAKOPFSCHMERZ
Was ist ein Analgetikakopfschmerz?
Unter einem
Analgetikakopfschmerz werden heutzutage 2 verschiedenen Krankheitsbilder
zusammengefasst: Zum ersten der Kop
fschmerz, der bei der längerfristigen bzw. dauerhaften Einnahme von
Schmerzmitteln auftritt, zum anderen der Kop
fschmerz, der nach dem Absetzen einer Schmerzmittel-Dauermedikation entsteht.
Die erste Form tritt zwei bis drei Stunden nach der Einnahme, also noch während
der Wirkdauer, auf, die zweite Form tritt nach dem totalen Absetzen von
Schmerzmedikamenten auf, hält meist zwischen 3 und 10 Tage an und stellt ein
großes Problem beim ambulanten Schmerzmittelen
tzug dar. Diese Analgetikakopfschmerz-Form wird auch als Analgeti
kaentzugskop fschmerz oder einfach
Entzugskop
fschmerz bezeichnet. Meist
bestehen vegetative Begleitsymptome wie Schwindel, Übelkeit, Schlaflosigkeit,
aber auch innere Unruhe.
Der Analgetikakopfschmerz ist wohl die am häufigsten vorkommende Art von Dauerkopfschmerz. Über 100 000 Deutsche leiden darunter, Frauen fünf bis zehnmal häufiger als Männer. Der Schmerz wird in beiden Hälften des Kopfes wechselnd oder gleichzeitig wahrgenommen und ist dumpf-drückend bis stechend. Er hält den ganzen Tag an und steigert sich bei körperlicher Belastung. Begleiterscheinungen sind oft Lärm- und Lichtempfindlichkeit und Flimmern vor den Augen.
Die Diagnose Analgetikakopfschmerz ist für einen Arzt sehr schwierig festzustellen. Es ist zu bedenken, daß sich hinter der Diagnose "Analgetikakopfschmerz" auch eine Migräne, ein Kop fschmerz vom Span nungstyp oder sogar ein Kom binationskop fschmerz verbergen kann.
Wie kommt ein Analgetikakopfschmerz zustande ?
Kop
fschmerzpatienten, die regelmäßig
Schmerzmittel einnehmen, können in einen Teufelskreis hineingeraten, solange sie
nicht den Auslöser ihrer Schmerzen kennen. Die Schmerzen führen dazu, dass der
Patient zu Sch merzmitteln greift und die Dosis erhöht, weil die Schmerzen nicht
nachlassen. Auch aus Angst vor weiteren Attacken und/oder Arbeitsunfähigkeit
betreiben Kop fschmerzpatienten unwissentlich "Medikamentenmissbrauch" und
entwickeln ein Suchtverhalten, was jedoch die Schmerzen in dem Fall steigert und
zu einem Dauerkop
fschmerz führt. Chronisch werden die Schmerzen nach täglicher
Einnahme einer Substanz über mindestens drei Monate hinweg.
Auffallend ist, daß
der Analgetikakopfschmerz ungleich häufiger bei Patienten auftritt, bei denen
die ursprüngliche Schmerzquelle, wegen der Sch
merzmittel überhaupt eingenommen
wurden, ebenfalls Kop fschmerzen sind. Diese Beobachtung läßt vermuten, daß
Kop fschmerz -Patienten hinsichtlich der Ausbildung eines Analgetikakopfschmerz
es
deutlich empfindlicher reagieren als Patienten, die wegen anderer, nicht im Kop
f
lokalisierter, chronischer Schmerzsynd rome einen Schmerzmi
ttelabusus betreiben.
Sch merzmittel, die besonders im Verdacht stehen, bei übermäßiger Einnahme zu weiteren Kop fschmerzen zu führen, sind Präparate, die Coffein, Phenacetin oder auch Ergotamin enthalten. Auch Kombinationspräparate, also Mittel, die mehrere analgetische Wirkstoffe enthalten, bzw. das Kombinieren mehrerer, meist frei verkäuflicher, Schmerzmed ikamente, stehen im Verdacht, Analgetikakopfschmerz en hervorzurufen.
Schmerzmi ttel sollten generell höchstens sieben- bis zehnmal im Monat und höchstens drei Tage hintereinander eingenommen werden.
Therapie des Analgetikakopfschmerz es
Sehr wichtig ist, daß der behandelnde Arzt dem Patienten den Zusammenhang zwischen den Schmerzen und Schmerzmi tteln deutlich macht, schon allein um einer möglichen Wiederholung vorzubeugen. Versuche, im ambulanten Umfeld die Dosis der eingenommenen Sch merzmittel langsam kontinuierlich zu reduzieren, schlagen regelmäßig fehl und führen zu einer beiderseitigen (Arzt und Patient) Frustration.
Die erfolgreichste Therapie besteht in einem sofortigen Absetzen der ursächlichen Schmerzmittel. Die Behandlung der nunmehr eintretenden En tzugskop fschmerzen darf nicht systemisch (= den ganzen Körper betreffend) medikamentös sondern muß mit anderen Methoden erfolgen, denn es macht ja wenig Sinn, in dieser Situation wieder auf (andere) Sch merzmittel zurückzugreifen.
Da der En tzugskop fschmerz nur 3 - 10 Tage auftritt (es gibt keinen länger anhaltenden En tzugskop fschmerz) erfordert diese Phase intensive ärztliche Interventionen, wie sie regelmäßig ambulant nicht erbracht werden können sondern nur stationär.
Als alternative
Behandlung eignet sich bei einem Analgetikakopfschmerz bzw.En
tzugskop
fschmerz in besonderem Maße die
wiederholte, in der Entzugsphase (3 bis 10 Tage) 2 bis 3 mal tägliche
Verabreichung von langwirkenden Lokalanästhetika (z.B. Bupivacain)
(=
örtliches Betäubungsmittel)
in Form der
therapeutischen Lokalanästhesie
(Infiltrationen des Schmerzbereichs, Blockaden der den
Kop
f versorgenden
Nerven an ihren Austrittsstellen).
Parallel zum En
tzug verordnen wir zur Abschirmung möglicherweise
auftretender vegetativer Entzugserscheinungen (z.B. innere Unruhe,
Zittrigkeit, Schwitzen) Trimipramin (Stangyl®), initial i.v.
(= in die Blutader).
Nicht selten besteht gleichzeitig auch ein Benzodiazepin-Abusus
(= Beruhigungsmittel-Mi
ßbrauch).
Auch diese potentiell suchterzeugende Substanz wird langsam ausschleichend
abgesetzt. Eine diesbezügliche Entzugssymptomatik kann mit Carbamazepin
(= Mittel gegen die Fallsucht, aber auch bei
Schmerzmi
ttelen
tzug hilfreich)
oder Valproinsäure behandelt werden (Apelt et al. 1992).
Bei konsequenter Durchführung dieser Behandlung gelingt der En tzug und damit das Sistieren (= Aufhören) des Analgetikakopfschmerz es in über 90% der Fälle.
A
Achillobursitis,
Achillodynie,
Achillessehnenentzündung,
Algodystrophie-Syndrom,
Algogenes Psychosyndrom,
Algurie,
alkoholische Polyneuropathie,
Amputation,
Analgetikakopfschmerz,
Anfall bei
Migräne,
Apoplexia, Apoplexia cerebri,
Apoplex, Armschmerz,
arterielle Durchblutungsstörungen,
arterielle
Verschlußkrankheit,
Arteriitis temporalis,
Arthritis,
Arthritis urica,
Arthropathien,
Arthrose,
Arthrosen,
Arthrose im Knie,
Arthrose (in) der Schulter,
Attacke bei
Migräne, Auriculotemporalis-Syndrom,
Atypischer Gesichtsschmerz,
Aurikulotemporales Syndrom,
B
Baastrup,
Bandscheibenschaden,
Bandscheibenschmerz,
Bandscheibenprolaps,
Bandscheiben-Syndrom,
Bandscheibenvorfälle,
Bandscheibenvorwölbung,
Basilarismigräne,
Bechterew,
Beckenschmerz,
Behandlung bei
Krebsschmerz,
Beine-offene,
Beingeschwür,
Beingeschwüre,
Beinschmerz,
Beschleunigungsverletzung,
Bing-Horton-Syndrom,
Blasenentzündung,
Bouchard-Arthrose,
Borrelieninfektion,
Borreliose,
Brustschmerz,
Brustentfernung,
Burning-feet-Syndrom,
Bursitis,
Bursitis calcarea,
Bursitis olecrani,
Bursitis subacromialis,
Bursitiden,
Brustwirbelsäulensyndrom
C
Carpaltunnel-Syndrom,
Calcaneodynie,
Cephalgie,
Cervicobrachialgie,
Charlin Syndrom,
Chondropathia patellae,
chronische
Sehnenscheidenentzündung,
Claudicatio intermittens,
Cluster headache,
Cluster-Schmerz,
Clusterschmerz,
Colitis-ulcerosa,
Colon irritable,
Coxalgie,
Coxarthrose,
Coxitis,
craniomandibuläre
Dysfunktion, Crohn Krankheit
D
Deafferenzierungsschmerz,
Diabetische Neuropathie,
Diabetische Polyneuropathie,
Diabetischer Fuß,
Discopathie,
Discusprolaps,
Diskopathie,
Diskushernie,
Durchblutungsstörung,
E
Eagle-Syndrom,
Ehrlichiose,
Eitrige
Arthritis,
Enzephalomyelitis, chronische
Epikondylitis,
Epicondylitis,
Epicondylopathie,
Ergotismus,
Epikondylopathie,
F
Facetten-Syndrom,
Fasziitis,
Fasziitis plantaris,
Failed-back-surgery-Syndrom, Fersenschmerz,
Fersensporn,
Fersensporne,
Fibromyalgie (1),
Fibromyalgie (2),
Fibromyalgie (3),
Fibromyalgiesyndrom,
Fibrositis, Fingerschmerzen,
Frozen Shoulder,
Fußgeschwür,
G
Gastritis,
Gehirninfarkt, Gelenkentzündung,
Geräusche im Ohr,
Gesichtsrose,
Glossitis,
Glossodynie,
Golferarm,
Gonarthritis,
Gonarthrose,
Grazilis-Syndrom,
Gürtelrose, Gürtelrose
H
Haglund Ferse, chronisches
Halswirbelsäulensyndrom,
Handgelenkarthrose,
Heberdenarthrose,
Hemicrania continua,
Hemicrania,
Herpes zoster,
Herpes zoster ophthalmicus,
Herpes zoster oticus,
Hexenschuß,
Hirninfarkt,
Hörsturz,
Horton-Syndrom,
Hüftarthrose,
Humane granulozytäre Ehrlichiose,
I
Iliosakralgie,
Impingement-Syndrom,
Infektiöse Arthritis,
Infektiöse
Polyneuropathie,
Insertionstendopathie,
Intercostalneuralgie,
Interkostalneuralgie,
Insult,
Ischämischer Insult,
Ischialgien,
K
Kalkaneussporn,
Karpaltunnelsyndrom,
Kausalgie
(chronischer Schmerz
nach Nervenverletzungen),
Kieferhöhlenentzündung,
Kniearthrose,
Kolitis ulzerosa,
Komplexes regionales
Schmerzsyndrom,
Kopfrose, Kostoklavikularsyndrom,
Koxitis,
Krampf in der Wade,
kraniomandibuläre Dysfunktion,
L
Laryngeus-superior-Neuralgie,
Lendenwirbelsäulensyndrom,
Lumbago,
lumbaler Bandscheibenvorfall,
Lumbalsyndrom,
Lumboischialgie,
Lyme-Arthritis,
Lyme-Borreliose
(Erkrankung nach
Zeckenbiß),
Lyme Krankheit,
Lymphödem,
Lymphödeme
M
Mammaamputation,
Meralgia paraesthetica,
Migräne (1),
Migräne (2),
Migräneanfälle,
Migräneanfall,
Migräneattacke,
Migräne-Attacken,
Morbus Bechterew,
M. Crohn,
Morbus Crohn,
Morbus Fabry,
Morbus Raynaud,
Morbus Scheuermann,
Morton
Metatarsalgie,
Multiple
Sklerose,
Muskelschmerzen,
Muskelkrampf,
N
Nackenschmerzen,
Nacken-Schulter-Arm-Syndrom,
Nasennebenhöhlenentzündung,
Nasoziliarneuralgie,
Neuralgie,
Neuralgie
des Glossopharyngeus, Neuralgien,
Neuralgie-postzosterische,
Neuralgische
Schulteramyotrophie, Neuronitis,
Neuropathie,
O
Ohrensausen,
Ohrenschmerz,
Offene Beine,
Okzipitalneuralgie,
Omarthritis,
Omarthrose,
Orofazialer Schmerz,
Osteochondrose,
Osteomyelitis,
Osteoperiostitis,
Osteoporose,
P
Paroxysmale Hemikranie,
pAVK,
Peitschenschlagsyndrom,
Periarthritis
humeroscapularis,
Periostitis,
Periphere arterielle
Verschlußkrankheit,
Phantomschmerz,
Piriformissyndrom,
Plexusausriß,
Plexusneuritis,
Plantarfasciitis,
Polyneuropathie,
Polyneuropathien,
Postlaminektomie-Syndrom,
Postthorakotomie-Syndrom,
Postthrombotisches Syndrom,
Postzosterische Neuralgie,
Postzoster-Neuralgie,
Psoriasis-Arthritis,
Psychologische
Schmerzbehandlung,
Pudendusneuralgie
Q
Querschnittsyndrom
R
Radikuläres Syndrom,
Raucherbein,
Raucherbeine,
Raynaud Krankheit,
Reaktive Arthritis,
Reflexdystrophie,
Reizcolon,
Reizdarm,
Reizdarmsyndrom,
Restless legs,
Restless-legs-Syndrom,
rheumatoide Arthritis,
Rhizarthrose,
Rückenschmerz,
S
Sakroileitis,
Sapho-Syndrom,
Sausen im Ohr,
Schaufensterkrankheit,
Scheuermann Krankheit,
Schiefhals,
Schlaganfall,
Schleudertrauma,
Schienbeinschmerzen,
Schleuderverletzung,
Schleimbeutelentzündungen,
Schmerz und Depressionen,
Schmerz bei Gürtelrose /
Schmerz nach Gürtelrose,
Schultergelenkentzündung,
Schulterarthrose,
Schulter-Hand-Syndrom,
Schulterschmerz,
Schultersteife,
Sehnenscheidenentzündung,
Sehnenentzündungen,
Sinusitis,
Skoliose,
Sluder-Neuralgie,
somatoforme Schmerzstörung,
somatoforme Schmerzstörungen,
Spinalkanalstenose,
Spinalstenose,
Spondylarthritis,
Spondylarthritis ankylopoetica,
Spondylarthrose,
Spondylitis,
Spondylitis
ankylosans,
Spondylolisthese,
Spondylolyse,
Spondylose,
Spondylosis deformans,
Sprunggelenkarthrose,
Steife Schulter,
Stenose im
Spinalkanal,
Stirnhöhlenentzündung,
Stirnkopfschmerz,
Streß und Schmerz,
Stumpfschmerzen,
Sudeck Dystrophie,
Sulcus-ulnaris-syndrom,
SUNCT-Syndrom,
Supinatortunnelsyndrom,
sympathische
Reflexdystrophie,
Syndrom des
Scalenus, Synovitis,
Syndrom des
Carpaltunnel, Syringomyelie
T
Tarsaltunnelsyndrom,
Temporomandibuläre
Dysfunktion,
Tendinitis,
Tendomyose,
Tendosynovitis,
Tennisellenbogen,
Tenosynovialitis,
Thalamusschmerz,
Thoracic-outlet-Syndrom,
thorakaler Bandscheibenvorfall,
Thrombangitis,
Tibialis anterior-Syndrom,
Tinnitus,
Tortikollis,
toxische
Polyneuropathie,
Trigeminusneuralgie,
Tumorschmerz
U
Ulcera cruris,
Ulcus cruris,
Ulkus cruris,
unruhige Beine,
Unkovertebralarthrose,
Unterleibschmerz,
Ulzera cruris,
V
Vulvodynie,
Verschlußkrankheit-arterielle,
Vulvodynia
W
Wadenkrampf,
Wadenkrämpfe,
Wangenschmerzen,
Wartenberg-Syndrom,
Weichteilrheuma,
Z
Zeckenbiß,
Zeckenborreliose,
zervikaler Bandscheibenvorfall,
chronisches Zervikalsyndrom,
Zervikobrachialsyndrom,
Zervikogener Kopfschmerz,
Zervikozephalgie,
Zosterneuralgie,
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